ITARICON Students Workshop

IT-Berater für einen Tag – der 5. ITARICON Students Workshop

Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden nutzten am 26. Mai die Chance, gemeinsam mit Beratern von ITARICON ein praxisnahes und an die Projekte von ITARICON angelehntes Fallbeispiel aufzubauen.

In drei Teams wurde ein durchgängiger Prozess aus der Produktions- und Lagerwirtschaft aufgestellt. Dabei wurde im SAP ERP-System ein Fertigungsablauf mit Ein- und Auslagerung von Zwischenmaterialien und der Erstellung eines Endproduktes abgebildet. Durch eine selbst entwickelte Scannerlösung konnte der Ein- und Ausgang effizient und ohne Tastatureingaben erfasst werden.

Produktionsprozess
Abb. 1: Übersicht des abgebildeten Produktionsprozesses

Als Workshopziel galt es, diese Warenbewegungen um eine Kostenstellenbuchung zu erweitern, um so eine wirtschaftliche Nachverfolgung der Materialentnahmen zu ermöglichen.

Die Entwicklung erfolgte interdisziplinär und deckte die gesamte Bandbreite vom SAP-Backend über eine Integrationsplattform bis hin zur Ansteuerung und Programmierung von Embedded-Hardware ab.

Szenario
Abb. 2: Gesamtübersicht des Szenarios vom Embedded-System mit RFID-Scanner bis zum SAP-Backend

In den Prozess integriert wurde ein RFID Scanner, dessen Programmierung von den Studenten im Laufe des Workshops angepasst werden musste, um die Aufgabenstellung zu erreichen. Für den Workshop wurde hierfür ein Prototyp-System auf Grundlage eines Arduino Microcontrollers erstellt. Der Scanner wurde mit einer eigenen Benutzerführung versehen, die speziell an das Szenario angepasst war.

Versuchsaufbau
Abb. 3: Versuchsaufbau für das Embedded-System mit dem RFID-Scanner

Zwischen dem Scanner und dem SAP-Backend wurde eine Integrationslösung geschaltet, so wie sie für das Projektgeschäft von ITARICON typisch ist. Die vom RFID Scanner erfassten Daten wurden zuerst über eine Zigbee Funkstrecke weitergeleitet. Zigbee ist ein energiesparendes Funkprotokoll mit geringem Overhead, welches sich dadurch insbesondere für die Kommunikation mit Embedded-Geräten eignet. Die versendeten Datenpakete wurden dann nach einer Vorverarbeitung via MQTT an den Integrationsbus weitergeleitet. MQTT ist ein speziell für die Telematik und das Internet of Things entwickeltes Protokoll, welches für hohe Datenaufkommen geeignet ist und den Studenten zukünftig häufiger in der Praxis begegnen könnte.  Der IBM Integration Bus wird normalerweise in Großunternehmen eingesetzt – in diesem Fall konnten die Studenten jedoch mit der Unterstützung der ITARICON Berater selbst Hand anlegen und sich selbst um die Konvertierung und Vermittlung der Nachrichten zum SAP-Backend kümmern.

Nach der Transformation der Nachrichten durch die IBM-Integrationsplattform war das SAP Team gefragt. In ABAP wurde ein Webservice programmiert, welcher die erforderlichen SAP-Funktionen aufruft und für eine Verbuchung der Warenbewegungen im SAP-Backend sorgt. Außerdem wurde das Customizing des SAP-Systems entsprechend der betriebswirtschaftlichen Anforderungen des Szenarios erweitert.

Damit die gesamte Lösung entwickelt werden konnte, war eine stetige Absprache zwischen den Teams erforderlich. Der Workshop vermittelte somit einen guten Eindruck der Arbeit der ITARICON-Berater.

Nach kleineren Fehlerkorrekturen wurde am Nachmittag der Gesamtablauf mit allen Beteiligten erfolgreich durchgeführt. Mit vielen neuen Eindrücken und ersten Einblicken in die IT-Beratung endete für die sichtlich zufriedenen Teilnehmer ein erfolgreicher Workshop-Tag.

Teilnehmer
Abb. 4: Teilnehmer des 5. ITARICON Students Workshop

 

 

Christian Steinert

Christian Steinert

Christian Steinert ist Senior Developer und Anwendungsarchitekt.
Er hat über 15 Jahre Erfahrung mit der Konzeption und Entwicklung von SAP- und Enterprise-Software. Aktuell beschäftigt er sich vor allem mit neuen SAP-Produkten innerhalb der SAP HANA Cloud Platform und der Entwicklung von SAP Fiori- und Mobilanwendungen.
Christian Steinert

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