Stand out in the digital world! – Wissenswertes von der Innovation World 2015

Der Titel der diesjährigen Innovation World der Software AG war vielversprechend und machte mich zugleich neugierig. Als langjähriger Partner der Software AG hatte ich im Namen von ITARICON die Gelegenheit, an der Konferenz rund um Digitalisierung, Internet of Things und disruptiver Innovationen teilzunehmen. Die Botschaft der Key Note von Karl-Heinz Streibich (CEO der Software AG) war klar und eindeutig:

„Digitalisation is the beginning of unlimited creativity“.

Dies bedeutet nicht nur, dass die Digitalisierung bestehender Geschäftsmodelle essentiell ist, um kosteneffizienter zu arbeiten, nein dies bedeutet viel mehr, dass jeder, der seine Prozesse nicht digitalisiert, in Zukunft keine Wettbewerbsvorteile mehr hat. Die Digitalisierung ermöglicht nicht nur neue Geschäftsmodelle, sie wird bestehende verdrängen bzw. weniger relevant machen. Nun wird es sicher nicht so sein, dass dieser Prozess alle Wirtschaftszweige mit der gleichen Geschwindigkeit erfasst. Fakt ist aber, dass digitale Geschäftsmodelle das bestehende Geschäft in vielen Bereichen von Grund auf verändern werden.

Karl-Heinz Streibich: "Digitalisation is the beginning of unlimited creativity"
Abb. 1: Karl-Heinz Streibich: „Digitalisation is the beginning of unlimited creativity“

Eine wichtige Eigenschaft disruptiver Innovationen ist der Fakt, dass die Firmen oft keine eigenen Güter (Assets) mehr besitzen. Das Geschäftsmodell basiert ausschließlich auf Services, welche komplett digital sind: Airbnb ist wertvoller als die größte Hotelkette der Welt, besitzt aber kein einziges Hotelzimmer. Uber verändert die Taxibranche ohne ein einziges Auto zu besitzen. All diese Firmen erwirtschaften einen beachtlichen Umsatz mit rein digitalen Services. Treiber für diese Innovationen ist die Suche nach höherer Effizienz.

Karl-Heinz Streibich identifizierte 5 Erfolgsfaktoren für Effizienzsteigerungen:

  • „Shared Services“: Leistungen online und mobil anzubieten, öffnet einen grenzenlosen Markt.
  • „Standardization“: Nur standardisierte Prozesse skalieren in stark wachsenden Märkten.
  • „Don‘t  own Assets“: Rein digitale Services skalieren ins unendliche und ermöglichen exponentielles Wachstum.
  • „Realtime Transparency“: Auf Ereignisse sofort zu reagieren, bietet Wettbewerbsvorteile gegenüber bestehenden Geschäftsmodellen.
  • „Development in Sprints“: Klassische Entwicklungszyklen ermöglichen keine kurzfristigen Anpassungen.

“IT is a business enabler! You have to have an integrated Business and IT strategy“.

Mit Hilfe dieser Effizienzsteigerungen wird es Unternehmen möglich, neue Erlösmodelle zu erschließen. Eine wichtige Botschaft ging hier an die 800 Teilnehmer aus 36 Ländern: „You have to have an integrated Business and IT strategy“. Der heute immer noch typische Zustand zweier Strategien ist in Zukunft nicht mehr tragbar.
IT is a business enabler! An dieser Stelle setzt die Lösung ALFABET bereits seit vielen Jahren an. Zu Recht ist es die marktführende Lösung für integriertes Architektur- und Portfoliomanagement.

„In the future every company will become a Software company. There is no Innovation without Software!“
Was aber hat dies alles mit einem Softwarehersteller zu tun, welcher mit relationalen Datenbanken wie Adabas und Natural groß geworden ist? Die Antwort gibt Wolfram Jost, CTO der Software AG: „There is no Innovation without Software!“ Die Software AG investierte die letzten Jahre intensiv in die Entwicklung ihrer Digitalen Business Plattform. Der Grund dafür ist einfach: „In the future every company will become a Software company.“ Dies bedeutet, dass jedes Unternehmen Software schnell und effizient entwickeln muss. Gute Software und deren effiziente Entwicklung macht den Unterschied. Der Einsatz von Standardsoftware bringt keine Wettbewerbsvorteile und ist nur für Standardprozesse geeignet. Innovationen brauchen Raum für eigene Entwicklungen. Dafür präsentierte die Software AG bereits vor einem Jahr die weltweit erste digitale Plattform. Auf der diesjährigen Innovation World wurde nun die zweite Version veröffentlicht.

Der Erfolg von Unternehmen wird in Zukunft nicht vom Einsatz von Softwareprodukten, sondern von Plattformen abhängen.

Die Software AG verspricht hier, dass Ihre Plattform alle Bedürfnisse der Digitalisierung abdeckt: „Connect anything with everything.“  Die Grundvoraussetzung dafür ist eine gut strukturierte und transparente Enterprise Architektur oder wie es die Software AG ausdrückt: „IT is all about Architecture.“ Das ist auch der Grund für die nahtlose Integration von ALFABET in die digitale Plattform der Software AG. Die ALFABET Software ist hervorragend geeignet, um herauszufinden wo Digitalisierung im Unternehmen beginnen muss. Die Steuerung des Transformationsprozesses bedingt eine integrierte Sicht zwischen Finanzen, Projekten, IT und Business.

Quelle: Präsentation Dr. Wolfram Jost, CIO Software AG
Abb. 2: Quelle: Präsentation Dr. Wolfram Jost, CIO Software AG

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Umsetzungsmodi für die zukünftige IT. In Zukunft wird es den „Agile Mode“ für digitale Geschäftsmodelle und den „Proven Mode“ für bestehende Geschäftsmodelle und Standardprozesse geben. Eine IT der zwei Geschwindigkeiten gewissermaßen. Dies wird notwendig sein, um an den richtigen Stellen Geschwindigkeit zu gewinnen.

Die ITARICON  Initiative „Customer Journey with ALFABET“ wird Unternehmen unterstützen, herauszufinden, wo ihre Digitalisierung beginnen muss. Lesen Sie in Kürze hier in unserem Blog, wie dies genau funktioniert.

Zusammenfassend war die Innovation World in Las Vegas eine sehr inspirierende Veranstaltung. Neben den Produktvorstellungen gab es zahlreiche Kundenvorträge und jede Menge Diskussionsgelegenheiten, aus denen ich Anregungen für unsere Arbeit mitnehmen konnte. Ein Versprechen für die heutigen CIOs hatte Herr Streibich übrigens auch noch: „Sucessfull CIOs will become the new CEO“. Da stimmen wir ihm vorbehaltlos zu.

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