hack4tk – in 24 Stunden zu innovativen Lösungskonzepten

Road to Hackathon

Abb. 1: Das ehemalige Steinkohlebergwerk „Zeche Zollverein“ – beeindruckende Kulisse für den Hackathon 2018 bei thyssenkrupp.

Der internationale Industriekonzern thyssenkrupp veranstaltete das dritte Jahr in Folge einen Hackathon und lud unter dem Namen „hack4tk“ Developer, Designer und Softwarearchitekten aus ganz Europa ein. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Teams von bis zu fünf Personen haben 24 Stunden Zeit, um im Kontext einer Fragestellung wertvolle Lösungskonzepte zu entwickeln. Die fachübergreifende Zusammenarbeit in einem agilen Team sowie hohe Dynamik und Losgelöstheit von langen Entscheidungsketten stellen einen optimalen Rahmen zur Konzeption dar. Als Ausrichtungsstätte diente dieses Jahr das ehemalige Steinkohlebergwerk „Zeche Zollverein“ in Essen. Umgeben von monumentalen Industrieanlagen, die als UNESCO-Welterbe auf sich aufmerksam machen, konnte innerhalb einer Erdrotation so mancher Kopf zum Rauchen gebracht werden. ITARICON bewarb sich zum Event des Big Players und nahm unter dem Namen „ITARICON@hack4tk“ teil.

Challenge + Kaffee = Innovation

Abb. 2: Die Konzeption wurde maßgeblich durch Verwendung von Design-Thinking-Methoden vorangetrieben.

Zu Beginn der Veranstaltung wurden zwölf Challenges mit thematisch vielfältigen Fragestellungen rund um zukunftsweisende Herausforderungen und Technologien gepitcht. Autonome Drohnen zur Lagerinventarisierung, hochkomplexe Algorithmen zur Steuerung eines dreidimensionalen Fahrstuhlsystems sowie die Automatisierung von individualisierbaren Materiallieferketten sind Beispiele aus diesem spannenden Repertoire. Team „ITARICONhack4tk“ entschied sich aufgrund seiner großen Expertise rund um digitale Kunden- und Lieferkettenprozesse für eine Challenge der „thyssenkrupp Materials Services GmbH“. Gesucht waren innovative Konzepte zur Steigerung der Transparenz für Endkunden bei der Bestellung von Materialien. Konkret ging es um die größtmögliche Digitalisierung und Automatisierung des kompletten Prozesses – beginnend bei der individuellen Konfiguration von Materialien, der unmittelbaren Kalkulation eines Angebotspreises bis hin zum Auslösen und Nachbetreuen einer Bestellung. Unser Team fühlte sich besonders heimisch in diesem thematischen Terrain und – ähnlich wie beim Veredelungsprozess der von 1851 bis 1986 hier abgebauten Kohle – pressten wir unser gesamtes Wissenspotenzial zu einem energiereichen Gesamtkonzept zusammen. Unterstützt wurde dieser Prozess durch die inspirierende Atmosphäre vorangegangener Kohlekumpel, kulinarische Köstlichkeiten und besten Kaffee.

Wie stellt sich ITARICON die Materialbestellung der Zukunft vor?

Abb. 3: Der im Rahmen des Hackathons entstandene interaktive Prototyp ermöglicht die individuelle Konfiguration einer Materialbestellung in nur einer einzigen intuitiven Ansicht.

Unternehmen (aus der ITARICON-Betrachtungsperspektive: unsere Auftraggeber) lieben planbare und automatisierte Prozesse. Endnutzer (die Kunden unserer Auftraggeber) hingegen schätzen intuitive, nutzerfreundliche Systeme und größtmögliche Transparenz über den gesamten Einkaufsprozess hinweg. Zur Schaffung eines tatsächlich zielgerichteten und nutzerzentrierten Lösungskonzepts benötigt es daher die Berücksichtigung beider Perspektiven – die der Kunden und die unseres Auftraggebers. Diese ITARICON-Maxime fand auch beim Hackathon Anwendung.

Auf Basis der intensiven Analyse des zugrunde liegenden Geschäftsprozesses konnten verschiedenste Workflows und Abläufe in einer nutzerfreundlichen Oberfläche gekapselt werden. Jede Interaktion des Nutzers wird durch unmittelbares Feedback in einem „Feasibility Check“ validiert. Der im Rahmen der Materialbestellung zu erstellende Bauplan kann dabei bequem in der Web-Applikation hochgeladen und interaktiv angepasst werden. Zu jedem Zeitpunkt wird der Kunde über die Auswirkungen von Parameteränderungen wie Materialtyp, -fläche und -stärke, Produktionszeit und Lieferart auf Basis von live berechneten KPIs aufgeklärt. Die grundsätzliche Machbarkeit der Bestellung und die Kalkulation der Gesamtkosten erfolgen ebenfalls in Echtzeit.

Nach einer Bestellbestätigung wird automatisiert eine Bestellanforderung der produktionsseitigen ERP-Anwendung angelegt. Da die „thyssenkrupp Materials Services GmbH“ bereits eine eigene IoT-Plattform geschaffen hat, können folglich die Disponenten den neuen Auftrag mit Hilfe von IoT-Mechanismen optimal auf die verfügbaren Produktionsstätten verteilen. Dieses nahtlose Zusammenspiel erlaubt eine zügige, fehlerrobuste und unkomplizierte Bestellabwicklung, von der unser Auftraggeber und dessen Kunden gleichermaßen profitieren.

Abb. 4: Regelmäßige Besprechungen und Meetings unter Einflussnahme des aromatischen Kaffeeangebots stellten den Zielfokus und das gemeinsame Verständnis unseres Teams sicher.

Möchten auch Sie Teil von Innovationen werden?

Geschäftsprozesse sind in Zeiten der Digitalisierung ständig im Wandel. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der digitalen Technologien ermöglicht die Ausschöpfung bisher ungeahnter Potenziale, wie beispielsweise die beschleunigte Auftragsbearbeitung und Produktion, die Optimierung von eingesetzten Ressourcen, die präzisere Planung von Kapazitäten oder die vereinfachte Kundenkommunikation. Der Weg zur optimalen Lösung beginnt bei einer individuellen Bestandsaufnahme der vorhandenen Systemlandschaft und erfordert in der Regel die übergreifende Zusammenarbeit von zentralen Geschäftsdomänen – im Falle dieses Hackathons von Vertrieb, Marketing und IT. Der Rundum-Blick aus diesen drei Betrachtungsperspektiven brachte uns beim diesjährigen Hackathon mit Bravour ans Ziel. Wir nehmen eine wertvolle Erkenntnis mit nach Hause: Gerade im Kontext von unternehmerischen Standardprozessen lohnt es sich durch Perspektivwechsel neue Potenziale zu finden und diese Optimierungschancen mit innovativen Lösungen zu heben.

Möchten Sie auch ungeahnte Möglichkeiten in Ihrem Unternehmen entdecken und nutzen? Unsere Prozessexperten unterstützen und begleiten Sie mit Herzblut, wenn es um digitale Lösungen für integrierte Kunden- und Lieferkettenprozesse geht. Profitieren Sie von starken und zukunftsorientierten Konzepten und entwickeln Sie Ihre innovative Unternehmensstrategie, die mehr als nur ein Marktvorteil ist. Design Thinking stellt hierfür ein hervorragendes Instrument dar, das wertvolle Potenziale aufdeckt und das mit seiner zielorientierten Konzeption Tatsachen schafft. Mehr Informationen zu Design Thinking erhalten Sie auf unserer Website.

Maximilian Gräf

Maximilian Gräf

Developer bei ITARICON GmbH
Maximilian Gräf ist in der ITARICON Business Unit Development Services tätig. Als UX-Developer entwickelt er innovative und ganzheitliche Lösungskonzepte für nutzerzentrierte und moderne Applikationen. Hierbei verwendet er den Design-Thinking-Ansatz um eigenen Projekten frischen Wind einzuhauchen und schult als Dozent in Design-Thinking-Workshops andere Teilnehmer in der konkreten Anwendung dieser analytischen und kreativen Methode.
Maximilian Gräf

Letzte Artikel von Maximilian Gräf (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.