Beacon Localizer – vollautomatisches Asset-Tracking mit Bluetooth Low Energy Beacons und SAP

In einem Industrieunternehmen wird eine zuverlässige Möglichkeit benötigt, um Assets (in diesem Fall: Anhänger zum Verladen von Werkstücken) zu tracken. Dabei soll die Standortverfolgung der Assets in Echtzeit und ohne manuelle Tätigkeiten durch die Werksmitarbeiter erfolgen. Für dieses Szenario entwickelte ITARICON mit der Anwendung „Beacon Localizer“ eine automatisierte Lösung auf Grundlage von Bluetooth Beacons und SAP.

Der Beacon Localizer bietet eine kostengünstige und zuverlässige Lösung, um Objekte automatisch zu lokalisieren, auch wenn am Standort der Assets keine stationäre Strom- oder LAN- bzw. WLAN-Versorgung gewährleistet ist. Dabei wird innerhalb der Zugmaschine, die die Assets bewegt, ein Android-Tablet verwendet, das automatisch erkennt, wenn sich ein Asset in der Nähe befindet. In diesem Fall wird die aktuelle Position des Assets automatisch an den SAP-Server gesendet und kann dann auf einer Karte angezeigt werden. Dieser Vorgang erfolgt komplett automatisch: Für die Aktualisierung der Asset-Positionen ist dabei keine manuelle Interaktion erforderlich.

Abb. 1: Screenshot der Anwendung auf dem Desktop, Tablet und Smartphone

Technische Realisierung

Ein Tablet innerhalb der Zugmaschine hat per Mobilfunknetz eine Verbindung zum Internet. Wann immer ein Asset in der Nähe einer Zugmaschine ist, wird dies per Bluetooth-Beacon erkannt. In diesem Fall wird per GPS die aktuelle Position der Zugmaschine ermittelt. Auf dieser Grundlage wird dann näherungsweise die Position des Assets berechnet und per OData-Protokoll zum SAP-Backend übertragen. Die Kommunikation zwischen Anwendung und Backend erfolgt mithilfe des SAP-Gateways. Mithilfe einer Kartenanwendung kann jederzeit die Position der Assets angezeigt werden.

Abb. 2: Technische Realisierung der Architektur des Systems

Kostengünstige und robuste Hardware

Anstatt auf aktive Dauererfassung durch die Assets zu setzen, senden die angebrachten Beacons lediglich ein Identifikationsmerkmal, welches von Smartphones oder Tablets in der Nähe erfasst wird. Dadurch ist die Lösung wartungsarm, kostengünstig und kann über mehrere Jahre per Batterie mit Strom versorgt werden. Nur innerhalb der Zugmaschinen wird für die Lokalisierung der Assets ein Tablet benötigt.

Es können beliebige Beacons, die das Eddystone- oder iBeacon-Protokoll unterstützen, eingesetzt werden – darunter auch Beacons, die für den Industrie- und Outdooreinsatz geeignet sind (z. B. BlueBeacon Forte) und eine Batterielaufzeit von bis zu acht Jahren aufweisen.

Plattformübergreifende Verfügbarkeit

Die Lösung liegt sowohl für Android als auch für iOS vor. Die Übersicht über die Position der Assets kann darüber hinaus auch per Browser aufgerufen werden.

 

Dieser Beitrag ist als Teil 4 der Themenreihe „Internet of Things“ erschienen. Lesen Sie weitere spannende Anwendungsszenarien in Teil 1 – 3 der Themenreihe:

Teil 1: Beacons – mit Leuchtfeuern Geschäftsprozesse beschleunigen und automatisieren
Teil 2: Warehouse-Management 4.0: wie Beacons die Lagerlogistik revolutionieren
Teil 3: Predictive Maintenance – Ermöglicht das Internet of Things eine Disruption des Kundenservice?

Interessieren Sie sich für den Beacon Localizer als individuelle Lösung für Ihr automatisiertes Asset Tracking? Wir haben Präsentationsmaterial zum Thema für Sie vorbereitet. Setzen Sie sich gerne mit Herrn Jörg Nölke, CEO, Co-CEO for Marketing, Sales & Solutions, in Verbindung. Wir unterstützen Sie mit unserer Integrationsexpertise und helfen Ihnen bei der erfolgreichen Implementierung Ihrer Digitalisierungsprojekte auf Basis innovativer SAP-Lösungen.

Christian Steinert

Christian Steinert

Christian Steinert ist Senior Developer und Anwendungsarchitekt.
Er hat über 15 Jahre Erfahrung mit der Konzeption und Entwicklung von SAP- und Enterprise-Software. Aktuell beschäftigt er sich vor allem mit neuen SAP-Produkten innerhalb der SAP HANA Cloud Platform und der Entwicklung von SAP Fiori- und Mobilanwendungen.
Christian Steinert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.